Rezension zu Frank M. Reifenbergs „Unsichtbare Blicke“

Grunddaten:

Autor: Frank M. Reifenberg

Titel: Unsichtbare Blicke

Taschenbuch: 400 Seiten

ISBN:978-3-499-21617-6

Verlag: Rowohlt

 

Klappentext:

«Du bist ein Schwein», flüsterte ich. «Kannst du mich auch hören?» «Nein», antwortete er. Dann begann er, sich zu entschuldigen, es schönzureden; dass er auf mich aufgepasst hätte, nicht mehr, nur aufgepasst. Ich starrte auf den Bildschirm, in die winzige Kamera. Sollte er so viele Bilder von mir machen, wie er wollte. Sollte er die Tränen sehen. Und die Wut. Und die Verachtung. «Wer bist du?», schrie ich. Immer wieder. Wer bist du. Wer. Wer. Wer. Bist. Du.

Meine Meinung:

Zunächst möchte ich auf das Cover des Buches eingehen. Meine Entscheidung für das Buch ist nämlich genau deswegen positiv ausgefallen. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hat das Cover meine Fantasie angeregt. Es wirkt bedrohlich und es fallen einem spontan sicher mehrere Assoziationen dazu ein.

Die Grundidee des Buches (jemand hackt sich über deine Webcam ein und beobachtet dich) hat mir sehr gut gefallen und und wurde vom Autor auf eine sehr reale Art und Weise umgesetzt.

Die Geschichte ist sowohl in der Ich- als auch in der Er-Perspekt geschrieben und wechselt so zwischen den verschiedenen Handlungssträngen hin und her. Die Ich-Perspektive wird von der Protagonistin Josie übernommen. So kann sich der Leser sofort in ihre Situation hinein versetzen und spührt die Bedrohung hautnah.

Der Anfang war für mich zunächst etwas verwirrend, da mit jedem Kapitel zwischen den Perspektiven gewechselt wird und es dann auch noch teilweise Rückblenden gibt um die Hintergründe der Geschichte nachvollziehen zu können. Das Ende ist dann aber in sich stimmig und rund.

Insgesamt war das Buch aber durchgängig dynamisch und spannend. Einen kleinen Abzug gibt es, weil bei mir persönlich der Wind etwas aus den Segeln genommen wird, wenn ab einem bestimmten Punkt klar ist, bei wem es sich um den Täter handelt.

Wer einen durchgängig spannenden Thriller mit einem Geheimnis aus der Vergangenheit lesen möchte und darüber hinaus vom Autor auf eine ausgeklügelte  Katz-und-Maus-Jagd geschickt werden will, ist hier genau richtig. Auch für Jugendliche ist der Roman durchaus lesenswert, da die Protagonistin 17 Jahre alt ist und man sich so in ihre Probleme bestens hinein versetzen kann.

Bewertung: 4,5 / 5 Sterne

 

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Rezension zu Agnes Hammers „Regionalexpress“

Grunddaten:

Autor: Agnes Hammer

Titel: Regionalexpress

Taschenbuch: 272 Seiten

ISBN:978-3-8390-0130-1

Verlag: script5

 

Klappentext:

Max lernt Adil kennen, als er ihn im Zug gegen zwei betrunkene Neonazis verteidigt. Sie freunden sich an und Max ist fasziniert von Adils Gottvertrauen und seiner tiefen Überzeugung, dass alles einen Sinn hat. Gemeinsam besuchen sie eine kleine Moschee in Düsseldorf und hören die Predigten des Imam Mohammad. Für Max scheint sich ein Vorhang zu heben, der seinen Blick sein ganzes Leben lang verschleiert hat. Er nimmt Koranunterricht und lernt Arabisch, nach wenigen Wochen konvertiert er zum Islam. Und ganz langsam kommt er zu der Erkenntnis, auserwählt zu sein: Er ist ein Werkzeug Gottes, mit dem die Ungläubigen gerichtet werden sollen. Was Max und Adil nicht wissen: Sie werden schon lange von Kemper, einem Beamten des Bundesverfassungsschutzes, observiert. Und auch Paula, Max‘ Schwester, die sich in Adil verliebt hat, ist das merkwürdige Verhalten ihres Bruders aufgefallen. Als Max eines Morgens mit einem Rollkoffer das Haus verlässt, versucht Paula verzweifelt, ein Inferno zu verhindern.

Meine Meinung:

„Regionalexpress“ war das erste Buch was ich von der Autorin Agnes Hammer gelesen habe.

Die Grundidee bzw. das Thema, dass das Buch behandelt finde ich aktuell und gelungen. Immer wieder sieht man im Fernseh und liest in der Zeitung diverse Berichte über Attentäter. Hier kann man beispielhaft aus der Perspektive eines verzweifelten jungen Mannes hautnah mitverfolgen, wie sich ein solcher fühlt bzw. was er denkt

Die Erzählperspektive hat mir hier sehr gut gefallen. Die Geschichte wird von Max, Paula und Kemper aus der Ich-Perspektive erzählt. So handelt es sich zwar um eine schlüssige Geschichte aber man erlebt sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Die Charaktere sind in diesem Buch sehr stark. Der Protagonist Max hat mit seinen Problemen zu kämpfen und gerät so an die falschen Leute. Was zunächst mit Anschluss an neue Freunde beginnt, wird bald bitterer Ernst. Paula ist so etwas wie ein Verbindungsstück in der Geschichte. Man erlebt zum Einen die Beziehung zu ihrem Bruder Max als auch ihre Schwärmerei für Adil. Der letzte Erzähler ist Kemper, ein Beamter beim Verfassungsschutz, der seit dem Tod seiner Frau mehr schlecht als Recht seiner Arbeit nachkommt.

Die Spannung und Dynamik waren durchgehend auf einem hohen Niveau. Manchmal hatte ich das Gefühl selbst in einem D-Zug zu sitzen und alles an mir vorbei rauschen zu sehen. Die Geschwindigkeit und der Verlauf der Geschichte waren mir deshalb vielleicht einen Tick zu unglaubwürdig. Wie schnell Max aufgenommen wird und mit einer so wichtigen Aufgabe betraut wird, konnte ich der Autorin nicht ganz abnehmen.

Auch das Genre Thriller war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Ich hätte es eher dem Drama zugeordnet.

Ansonsten finde ich das Buch aber absolut gelungen und empfehlenswert für alle jungen Erwachsenen. Ein aktuelles Thema verpackt in einer dramatischen Geschichte.

Bewertung: 4/5 Punkte

Rezension zu Mark Allen Smith „Der Spezialist“

Grunddaten:

Autor: Mark Allen Smith

Titel: Der Spezialist

Taschenbuch: 349 Seiten

ISBN: 978-3-7857-6060-4

Verlag: Bastei Lübbe

Klappentext:

Sie brauchen eine Information? Sie kennen die Person, die diese Information hat, aber sie hüllt sich in Schweigen? Lassen Sie das meine Sorge sein. Ich hole immer die Wahrheit aus meiner Zielperson heraus. Denn ich bin ein Spezialist. Dabei befolge ich stets meinen Kodex.
Eines Tages bekam ich den Auftrag, gegen meinen Kodex zu verstoßen. Die Folgen waren schrecklich. Für meinen Auftraggeber.
Mein Name ist Geiger.
Ich spiele Violine.
Und foltere Menschen.
Meine Meinung:
Anhand des Klappentextes hatte ich einen richtig blutigen Thriller erwartet, wurde aber schon auf den ersten Seiten eines besseren belehrt. Bei „Der Spezialist“ handelt es sich mehr um einen Psychothriller. Die körperliche Gewalt steht im Hintergrund. Vielmehr geht es um die Psyche des Protagonisten.
Die Charaktere, die uns der Autor hier zu Gemüte führt, haben mir fast alle sehr gut gefallen. Gerade der Protagonist Geiger hat ziemlich viele Seiten, die es während der Geschichte zu entdecken gibt. Ihn umgibt eine geheimnisvolle Vergangenheit, die erst spät bzw. zum Teil gar nicht aufgedeckt wird. Obwohl er eigentlich zu den „Bösen“ gehört, war er mir von Anfang an sympathisch und man hat richtig mit ihm gelitten.
Auch die Nebencharaktere und die Widersacher von Geiger und Harry waren glaubhaft und authentisch.
Die reine Folter wird nur in ein paar Szenen beschrieben und Geiger ist da auch eher der Typ, der auf psychologische Folter setzt. Richtig blutig wird es nur an einer Stelle. Das Buch kann also auch von Personen gelesen werden, die eher zart besaitet sind 😉
Was ich ziemlich schade fand: Von Spannung und Dynamik kann man in der ersten Hälfte fast gar nicht sprechen. Ab Seite 200 wird es besser und ab Seite 240 kommt dann endlich die gewünschte Dynamik eines Thrillers auf. Der Schluss hat mir dann richtig gut gefallen und hier wurde dann auch endlich der Punkt erreicht an dem man das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Aber meiner Meinung nach einfach viel zu spät.
Der Schluss lässt dann auch einige Fragen offen, die entweder so beabsichtigt sind oder die auf einen weiteren Teil hinweisen könnten.
Alles in allem würde ich sagen, dass es sich um einen durchschnittlichen (Psycho)Thriller handelt, den man lesen kann. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut.
Bewertung: 3/5

Rezension zu Yrsa Sigurdardottir´s „Geisterfjord“

Grunddaten:

Autor: Yrsa Sigurdardottir

Titel: Geisterfjord

Taschenbuch: 356 Seiten

ISBN: 978-3596192731

Verlag: Fischer

Zum Inhalt:

Drei junge Leute aus Reykjavik fahren auf eine verlassene Insel in den Westfjorden Islands um ein heruntergekommenes Gästehaus zu renovieren. Plötzlich vernehmen sie merkwürdige Geräusche und Erscheinungen versetzen sie in Angst und Schrecken. Was ist auf dieser Insel passiert?

Am anderen Ende des Fjords ermitteln die Polizistin Dagny und der Psychologe Freyr in einem Einbruchsfall. Doch dann bringt sich auch noch eine alte Frau um und die Ereignisse werden immer verworrener und rätselhafter. Als dann Freyer auch noch die Stimme seines verschollenen Sohnes vernimmt, gerät seine Welt aus den Fugen. Lebt er noch? Wie hängen die Ereignisse zusammen?

Meine Meinung:

„Geisterfjord“ war mein erstes Buch der Autorin und ich bin total begeistert. Sie versteht es eine gruselige und spannende Atmosphäre zu kreieren.

Als Leser ist man sofort in der Geschichte drin und braucht keine Einlesezeit. Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, die immer abwechselnd beleuchtet werden.

Die Spannung und Dynamik sind auf einem sehr hohen Niveau. Der letzte Absatz bzw. der letzte Satz eines Kapitels lässt den Leser immer im Unklaren und fordert ihn so zum Weiterlesen auf (sehr geschickt ;)). Ich persönlich hatte mehrere Male eine richtige Gänsehaut. Die Beschreibungen der gruseligen Szenen sind sehr detailliert und ich konnte sie mir bildlich vorstellen.

Die Charaktere sind gelungen und überzeugend. Am Besten hat mir Freyr gefallen. Er trägt eine große Schuld mit sich herum und ist von dieser Hin und Her gerissen. Seinen Verlust kann der Leser nachvollziehen. Auch die Gruppe auf der Insel ist in sich stimmig. Manche Verhaltensweisen werfen zunächst Fragen auf, werden dann aber in der sehr spannenden Auflösung geklärt.

Insgesamt hat mich das Buch vollkommen überzeugt und gefesselt. Gerade jetzt in der düsteren Jahreszeit absolut lesenswert, da die Stimmung noch unterstützt wird.
„Geisterfjord“ wird sicher nicht das letzte Buch der Autorin für mich gewesen sein!

Bewertung: 5/5 Sterne!

Rezension zu Brett McBean´s „Die Mutter“

Grunddaten:

Autor: Brett McBean

Titel: Die Mutter

Broschur: 368 Seiten

ISBN: 978-3-86552-093-7

Verlag: Festa – Das Haus der Fantastik

 

Zum Inhalt:

Was würdest du tun wenn dir dein Lebensinhalt genommen wurde? Die Mutter weiß es. Denn ihr wurde die Tochter genommen. Brutal ermordet und entsorgt.

Sie weiß schon seit langem nicht mehr woher sie kam oder wohin sie geht. Doch sie hat ein Ziel: Den Mörder ihrer Tochter finden. Sein Aussehen ist unbekannt, doch im letzten Telefonat mit ihrer Tochter bekam sie einen Hinweis: Er hat ein Tattoo auf dem linken Arm mit dem Titel „Stirb Mutter“.
Deswegen trampt sie schon seit Monaten auf dem Highway und steigt bei jedem Mann ein, der sie mitnimmt. Denn jeder kann der Mörder ihrer Tochter sein. Oder schlimmeres…

Meine Meinung:

„Die Mutter“ war mein erstes Buch aus dem Festa Verlag und vom Autor McBean. Ich liebe Autoren wie Laymon und Ketchum und kam hier voll auf meine Kosten. McBean kann man mit Vorgenannten in jedem Fall auf eine Ebene stellen.

Die Spannung und Dynamik in diesem Buch war wirklich grandios. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Letztendlich hat mich auch der flüssige und gut verständliche Schreibstil des Autors gefesselt. Das Buch braucht keinen großen Einstieg in die Geschichte, man ist sofort drin.

Der Charakter der Mutter ist brilliant ausgearbeitet. Der Autor erschafft einen schmalen Grad zwischen Besessenheit und Wahnsinn. Als Leser weiß man selber irgendwann nicht mehr was in der Realität passiert und was in der reinen Vorstellung der Mutter entsteht. Sie nimmt unglaubliche Opfer auf sich um ihrem Ziel näher zu kommen.
Das Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven. Von Gewalt, Sex, Vergewaltigung und Folter lässt sie alles über sich ergehen. An manchen Stellen bin ich selbst an meine Grenzen geraten, aber die Spannung war einfach zu groß 😉
Jeder, der selber Mutter ist, kann sicher nachvollziehen warum sie so handelt. Daher finde ich die Protagonistin authentisch und überzeugend.

Ich finde, dass der Autor hier einen großartigen Roman erschaffen hat. Wie sich seine Protagonistin entwickelt und die Geschichte auflöst, ist absolut gelungen und spannend.

Ich werde auf jeden Fall auch seine anderen Romane lesen. Für mich eine Entdeckung.

Bewertung: 5/5 Sterne.

 

Abgebrochen: Sascha André Michaels „Die Frequenz der Angst“

Grunddaten:

Autor: Sascha André Michael

Titel: Die Frequenz der Angst

Taschenbuch: 400 Seiten

ISBN: 978-3-939540-77-9

Verlag: Wellhöfer Verlag

 

Inhaltsangabe vom Verlag:

Auf der Suche nach dem unheimlichsten Klang der Welt stößt der vereinsamte Nürnberger Komponist Sandy Martens unvermittelt auf mysteriöse Radiosender, die offenbar von geheimnisvollen Funkstationen bedient werden. Ohne es zu ahnen, verstrickt er sich mit dieser Entdeckung in eine alptraumhafte Verschwörung, in der Wahn und Wirklichkeit nicht mehr zu unterscheiden sind. Gejagt und überwacht von erbarmungslosen Geheimdiensten bleibt ihm und seinem besten Freund nur ein Pakt mit dem Teufel, um zu überleben.

Mitten in der beschaulichen fränkischen Metropole entwickelt sich ein packender Thriller, bei dem nichts ist wie es scheint und hinter jeder Antwort eine neue Frage lauert.

Meine Meinung:

Ich glaube, ich habe bei noch keinem Buch so intensiv darüber nachgedacht es abzubrechen.

Die Grundidee gefällt mir wirklich gut: Ein Geheimsender, der Morde an Personen in Auftrag gibt – und das ganze über eine verschlüsselte Frequenz. Der arme Sandy mitten in diesem Abenteuer entschlüsselt die geheimen Botschaften und gerät dabei an den Rande der Realität.

Die Charaktere sind auch liebevoll ausgearbeitet. Der paranoide Sandy und der selbstbewusste Schlabbo ergänzen sich wirklich prima und bilden eine runde Einheit.

Allerdings bin ich mit dem Schreibstil des Autors so überhaupt nicht warm geworden. Die ersten Zweifel kamen schon auf Seite 70. Für mich hat sich durch die ewig langen Sätze und das andauernde Beschreiben der Technik, Gefühlswelt und Umwelt einfach keine Spannung aufgebaut. War ein Ansatz von Spannung da, wurden wieder absatz- und seitenweise die Eindrücke des Charakters beschrieben. Vielleicht lag es auch an der Er-Perspektive, dass ich einfach keinen Zugang zum Charakter und somit zur Geschichte gefunden habe. Auf Seite 230 habe ich dann endgültig das Handtuch geworfen.

Schade eigentlich…

Bewertung für die Grundidee: 3/5 Sterne

Rezension zu Horst Eckerts „Schwarzer Schwan“

Grunddaten:

Autor: Horst Eckert

Titel: Schwarzer Schwan

Hardcover: 383 Seiten

ISBN: 978-3-89425-667-8

Verlag: Grafit Verlag

Zum Inhalt:

Hanna Kaul, Investmentbänkerin der RheinBank, steht kurz vor dem Karrieresprung. Sie hat die Übernahme eines börsenorientierten Unternehmens vorbereitet, was der Bank Milliarden einbringen würde. Doch dann lässt der Vorstand den Deal platzen. Als wäre dies nicht schlimm genug, findet sie heraus, dass sie ausspioniert wurde. Dann verschwindet auch noch ihre 15jährige Nichte und Hannas Welt bricht entgültig zusammen…

Dominik Roth arbeitet im Betrugsdezernat und ist damit unzufrieden. Als dann eine Lobbyistin der deutschen Börse auf offener Straße erschossen wird, wird er als Verstärkung für das Morddezernat beordert. Doch damit nicht genug: Kurz darauf wird ein ausgebrannter Polo gefunden. Sein Fahrer: Getötet durch einen Kopfschuss.
Die Spuren führen zu den Reichen und Mächtigen der deutschen Politikerspitze. Doch kann er den ungleichen Kampf aufnehmen?

Meine Meinung:

Das war mein erstes Buch von Horst Eckert und ich bin total begeistert. Als ich zunächst „Politthriller“ gelesen habe, habe ich noch müde gelächelt und gedacht „versuchen wirs mal“. Aber der Schreibstil des Autors hat mich immer mehr in seinen Bann gezogen. Er war flüssig und man hat die Seiten umgeblättert ohne es zu merken.

Die Spannung wird im ganzen Buch auf einem hohen Level gehalten. Zunächst haben wir den Beginn der Geschichte mit der Vorstellung der Charaktere bis es dann gewisse Ereignisse aufzuklären gilt. Während der Ermittlungen lässt der Autor die Vergangenheit der Protagonisten Revue passieren um so die Geschichte abzurunden und die Zusammenhänge zu erklären. Dieser Stil hat mir sehr gut gefallen.

Die Protagonisten Dominik und Hanna waren symphatisch und authetisch. Man konnte sich in die Lage der beiden hinein versetzen. Was mir besonders aufgefallen ist: Die entführte Leonie wird in der Ich-Perspektive beschrieben, während alle anderen Charaktere aus der Er-Perspekte zu betrachten sind. Wahrscheinlich wollte der Autor hier noch mal besonders auf ihr Schicksal aufmerksam machen.

Abschließend lässt sich sagen, dass es ein wirklich gelungener Politthriller ist, der den Leser zum Nachdenken bringt. Es geht um die Finanzkrise, Korruption, Egoismus und Personen, die zu jedem Mittel greifen um sich selbst zu schützen…

Bewertung: 4/5 Sterne

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