Rezension zu Rebecca Michéles „Die Tote von Higher Barton“

Grunddaten:

Autor: Rebecca Michéle

Titel: Die Tote von Higher Barton

Taschenbuch: 356 Seiten

ISBN: 978-3940258144

Verlag: Goldfinch

Zum Inhalt:

Mabel Clarence, rüstige Rentnerin jenseits der 60, ist gerade auf dem Weg zum Geburtstag ihrer Cousine. Die beiden haben sich schon Jahrzehnte nicht mehr gesehen und wollen ihren Zwist aus der Vergangenheit nun endgültig begraben.

Unterwegs bleibt ihr Auto liegen, sie wird von einem kautzigen Tierarzt mitgenommen und als sie dann endlich auf Higher Barton ankommt, findet sie eine Leiche in der Bibliothek. Doch als sie wieder in den Raum zurück kommt, ist die erdrosselte Frau nicht mehr da. Keiner schenkt ihr Glauben – nicht mal die Polizei.
Doch was soll Mabel nun tun? Die Leiche war doch da! Ihren einzigen Verbündeten findet sie in Tierarzt Victor. Da ihr keiner helfen will, muss sie selbst ermitteln.

So machen sich Mabel und Victor auf die Suche nach dem Mörder und geraten selber in Lebensgefahr…

Wer ist der Mörder? Und was für dunkle Geheimnisse aus ihrer eigenen Familie muss Mabel aufdecken um ihn zu finden?

Meine Meinung:

„Die Tote von Higher Barton“ ist der erste Band rund um Mabel Clarence und den Tierarzt Victor Daniels.

Zunächst muss ich sagen: Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Es wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Die Spannung und Dynamik werden sehr hoch gehalten und die Abläufe geschehen Schlag auf Schlag. Die Autorin versteht es geschickt die Handlungen miteinander zu verknüpfen, sodass ein rasantes Abenteuer entsteht.

Die Charaktere sind alle sehr prägnant und gut ausgearbeitet. Gerade die Protagonistin Mabel ist eine starke Persönlichkeit. Durch ihren Willen und ihren Mut unternimmt sie einige riskante Aktionen um den Mörder zu überführen. Sie ermittelt in bester Ms. Marple Manier und daher ist das Wortspiel von Mabel und Marple sicher kein Zufall. Trotz ihres Alters ist sie sehr agil und macht den Charakter somit sehr lebendig. Auch der Tierarzt Victor hat mir gut gefallen, weil sein Charakter sehr realistisch dargestellt ist (auf der einen Seite der verschlossene Kautz, weil er schon ewig alleine wohnt und auf der anderen Seite blüht er richtig auf als er Mabel kennenlernt).
Die beiden geben jedenfalls ein gutes und liebevolles Duo ab! 🙂

Die Autorin hat einen für mich sehr guten Schreibstil. Durch kurze und gezielte Sätze wird die Spannung noch mehr angeheizt und der Leser muss einfach weiter lesen.

Ich persönlich finde britische Krimis ganz toll und bin hier vollkommen auf meine Kosten gekommen. Es wird ein Tee nach dem anderen zu sich genommen und die adlige Abigail ist nur auf ihren Ruf aus. Es wird auch herrschaftlich im Rolls Royce gefahren. 😉 Ein Genuss für alle Sinne, da mich die Autorin wirklich nach Cornwall versetzen konnte.

Ich hoffe, dass bald ein weiteres Buch des „Ermittlerduos“ heraus kommen wird. Zumindest lässt das Ende es vermuten. 😉 Ich bin dann auf jeden Fall wieder dabei!

Bewertung: 5/5 Sterne. 😀

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