Rezension zu Corrine Jacksons „Touched – Der Preis der Unsterblichkeit“

Grunddaten:

Autor: Corinne Jackson

Titel: Touched Bd. 1

Hardcover: 416 Seiten

ISBN: 978-3-522-20157-5

Verlag: Thienemann

 

Klappentext:

Wie ein feuriger Blitzschlag …

… fühlt es sich an, als Asher in Remys Leben tritt. Doch sich ihm zu nähern, bedeutet tödliche Gefahr. Funken sprühen, wenn sie sich berühren, und diese machtvolle Energie ist kaum zu bändigen. Aber Remy will nichts mehr riskieren, zu lange hat sie gelitten unter ihrem gewalttätigen Stiefvater und der Feigheit ihrer Mutter, deren Schmerzen sie immer wieder auf sich nahm. Denn Remy verfügt über eine einzigartige Fähigkeit: Sie kann Menschen durch Berührung heilen. Im friedvollen Maine, wo ihr leiblicher Vater mit seiner neuen Familie lebt, will sie endlich ein normales Leben führen. Doch kann sie ihrem Schicksal entrinnen? Kann sie Asher entkommen?

Meine Meinung:

„Touched – Der Preis der Unsterblichkeit“ ist der Auftakt zu einer neuen magisch-mystischen Trilogie.

WOW! Mehr kann ich dazu erstmal nicht sagen. Dieses Buch hat endlich die Begeisterung wiedergebracht, die ich seit der „Biss-Reihe“ verloren hatte. Ich bin total Remy-Asher-infiziert und kann es kaum erwarten, dass im Oktober der zweite Band der Reihe rauskommt.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt und nicht mehr los gelassen. Die Spannung ist durchgängig vorhanden, weil immer wieder Dinge geschehen, die man so nicht voraus gesehen hätte. Im letzten Viertel zieht es sogar noch Mal an und endet dann an einer wirklich spannenden Stelle.

Die beiden Protagonisten sind überaus gelungen. Remy ist ein sehr starker Charakter, weil sie sich immer wieder behauptet hat in der Vergangenheit. Sie weiß was sie will und kämpft dafür. Asher ist selbstsicher und von seinen Fähigkeiten überzeugt. Die Dialoge der Beiden sind für mich das Highlight des Buches. An manchen Stellen hat man das Gefühl, dass Feuer auf Eis trifft und an anderen Stellen sprühen die Funken. Der Mix aus knisternd und romantisch ist mehr als gelungen.
Auch die Nebencharaktere sind realitisch und deren Motivation nachvollziehbar. Die Autorin versteht es Symphatien und Antiphatien entstehen zu lassen – und das ganz gewollt.

Wir erleben die Geschichte aus der Perspektive von Remy. So weiß der Leser was sie empfindet und warum sie innerlich so zerrissen ist.Für mich genau die richtige Perspektive als Frau. 🙂

Die Hintergrundgeschichte der Story hat mich dann vollends überzeugt. Der Konflikt zwischen den Beschützern und den Heilerinnen ist nachvollziehbar und fesselt einen. Schön, dass Autoren sich auch mal neue Thematiken ausdenken! 😉
An manchen Stellen wird es romantisch aber nicht zu sehr schnulzig. Aber trotzdem sollte man sich auf eine Liebesgschichte mit Fantasyelementen einstellen.

Bewertung: 5/5 Sterne

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Rezension zu J. J. Bidells „Im Schatten des Mondlichts – Das Erwachen“

Grunddaten:

Autor: J. J. Bidell

Titel: Im Schatten des Mondlichts – Das Erwachen

eBook: 267 Seiten

ASIN: B004XR5268

Verlag: Elke Becker

 

Inhalt laut Verlag:

Naomi Roberts hat endlich ein Stipendium für ein Auslandssemester in Maine erhalten. Als Naomis Großmutter plötzlich behauptet, Naomi würde sich bald in einen Panther verwandeln, wie ihre Urgroßmutter Romina, glaubt Naomi an einen letzten und verzweifelten Versuch, sie von der Abreise in die USA abzuhalten.
In Maine angekommen, genießt Naomi ihr Studentenleben mit neuen Freunden und ihrer ersten Liebe Roman. Selbst, als sie sich von einer mysteriösen Lichtung im Wald magisch angezogen fühlt, sich beobachtet vorkommt und zu Schlafwandeln beginnt, erinnert sie sich nicht an die Prophezeiung der Großmutter. Bis sie sich zum ersten Mal verwandelt. Und – Naomi ist nicht allein, was nicht nur sie selbst in Lebensgefahr bringt, sondern auch Roman.

Meine Meinung:

„Das Erwachen“ ist der großartige Auftakt zu einer neuen Fantasy-Trilogie rund um die Protagonistin Naomi Roberts.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Charaktergestaltung. Naomi ist eine authetische, lesernahe und liebenswürdige Person.  Aber auch die Nebencharaktere sind detailliert gestaltet. Sie haben eine Vergangenheit und sind deshalb besonders glaubhaft.

Das Thema „Katzenmenschen“ ist mal etwas Neues neben den ganzen Werwolf- und Vampirgeschichten aus der jüngsten Vergangenheit. Dabei erleben wir hier eine gut ausgestaltete Fantasywelt, die in sich stimmig ist. Dadurch, dass die Protagonistin selber in diese für sie neue Welt eintaucht, bekommt auch der Leser die neue Situation von Anfang an erklärt und kann sich deshalb gut zurecht finden.

Der einzige kleine Kritikpunkt meinerseits ist der Schreibstil zu Beginn der Geschichte. Der Prolog wirkt ein wenig abgehackt (also die Sätze). Dies legt sich aber innerhalb weniger Seiten und deshalb gibt es nur einen halben Stern Abzug 😉
Ansonsten ist der Schreibstil locker und die Geschichte lässt sich flüssig lesen.  Die Dialoge sind gefühlvoll und teilweise auch lustig (Naomi lässt sich nur wenig sagen und ist eine selbstbewusste junge Frau ;)). Die Autorin beschreibt die Umgebung und Situationen bildhaft aber nicht zu ausführlich und lässt dem Leser somit Platz für eigene Fantasien.

Die Spannung ist nach der Einführung der Charaktere sofort vorhanden und hält sich auch durchgängig aufrecht. Was gemein ist: Der erste Band endet an einer sehr spannenden Stelle und der Leser wird mit vielen Fragen zurück gelassen. Zum Glück ist der zweite Band „Die Fährte“ schon erschienen und auch auf den dritten Band können wir uns noch dieses Jahr freuen.

Bewertung: 4,5 / 5 Sterne

Mein Tipp für euch:

DAS ERWACHEN erschien an Ostern 2011 als ebook. Zum Jubiläum prangt an Ostern 2012 der Vollmond am Himmel, daher gibt es das ebook bis Ostern zum Jubiläums-Sonderpreis von 2.99€ – anschließend wieder zu 4.99€.

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Auch andere Formate sind hier erhältlich.

Rezension zu Jon Skovrons „Misfit – Jael und das Amulett der Dämonen“

Grunddaten:

Autor: Jon Skovron

Titel: Misfit – Jael und das Amulett der Dämonen

Taschenbuch: 384 Seiten

ISBN: 978-3-86873-441-6

Verlag: Knesebeck

 

Klappentext:

Jael fühlt sich einsam und als Außenseiterin. Ohne Mutter aufgewachsen, musste sie ständig mit ihrem Vater, einem strengen und wortkargen Ex-Priester, umziehen. An ihrem 16. Geburtstag erhält sie von ihm ein altes Schmuckstück. Dieses Amulett enthüllt ihr die unfassbare Familiengeschichte – denn Jael ist die Tochter einer Dämonin – und verleiht ihr dämonische Kräfte.

Wird sie lernen, diese zu beherrschen, um es mit den furchtbaren Kräften der Hölle aufnehmen zu können? Wem kann sie sich anvertrauen und wer kann ihr bei ihrem Kampf helfen? Und als wäre das nicht schon genug, ist da auch noch ihr Mitschüler Rob, der für alles eine scheinbar natürliche Erklärung hat … Die fantastische Geschichte einer ungewöhnlichen Heldin, die zwischen Wissenschaft und Magie, den dunklen Mächten der Unterwelt und dem Erwachsenwerden eines Teenagers steht.

Meine Meinung:

Zunächst möchte ich auf die Gestaltung des Buches eingehen, da diese wirklich sehr gelungen ist 🙂 Das Cover regt zum Nachdenken an und spiegelt alle wichtigen Elemente des Inhalts wieder. Die Seiten am Rand grau gestaltet und wirken so wie aus einer vergangenen Epoche.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und locker. Das Buch lässt sich zügig lesen und ist genau die richtige Lektüre für zwischendurch.

Leider konnte mich die Geschichte von Jael nicht richtig überzeugen. Am Anfang braucht die Story einige Zeit bis sie in Fahrt kommt und dann passieren die Dinge Schlag auf Schlag. Die letzten 100 Seiten waren dann richitg spannend, aber für ein gutes Buch einfach zu spät.

In Jael und ihren Vater konnte man sich als Leser zwar hinein versetzen, aber die Nebencharaktere waren mir zu blass gestaltet. Über die beste Freundin von Jael hat man fast nichts erfahren. Ihre Vergangenheit ein großes, schwarzes Loch und ihre sonstigen Interessen konzentrieren sich ledlich auf das männliche Geschlecht.

Vom Thema her konnte mich die Geschichte allerdings überzeugen. Die Welt der Dämonen ist genau beschrieben und auch die Dämonen selbst kann man sich bildlich vorstellen.
Wo Dämonen sind, da ist auch die Religion, die sie bekämpfen will. Das Religions-Thema war mir persönlich viel zu dominant. Priester hier, Gebete da. Teilweise seitenlang.

Auch wenn sich meine Kritik nun eher negativ anhört, ist das Buch aber doch im guten Durchschnitt anzusiedeln. Eine leichte Lektüre für alle Leser, die eine starke Protagonistin erleben möchten und darüber hinaus auch in die Welt der Dämonen eintauchen wollen.

Bewertung: 3/5

 

 

Rezension zu Kami Garcias und Magaret Stohls „Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe“

Grunddaten:

Autor: Garcia / Stohl

Titel: Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe

Taschenbuch: 544 Seiten

ISBN:978-3-570-13828-1

Verlag: cbj

 

Klappentext:

Schon bevor Ethan sie zum ersten Mal gesehen hat, hat sie ihn in seinen Träumen verfolgt: Lena, die Neue an Ethans Schule. Lena, das Mädchen mit dem schwarzen Haar und den grünen Augen. Lena, die in Ravenwood wohnt, der verrufenen alten Plantage, von der sich alle in Gatlin fernhalten – alle außer Ethan. Lena, in die Ethan sich unsterblich verliebt. Doch Lena umgibt ein Fluch, den sie mit aller Kraft geheim zu halten versucht: Sie ist eine Caster, sie entstammt einer Familie von Hexen, und an ihrem sechzehnten Geburtstag soll sie berufen werden. Dann wird sich entscheiden, ob Lena eine helle oder eine dunkle Hexe wird …

Ethan aber weiß: Auch ihm bleibt keine Wahl – ihm ist vorherbestimmt, Lena für immer zu lieben. Aber wird er bei ihr bleiben können, gleich, welcher Seite sie künftig angehört?

Meine Meinung:

„Sixteen Moons“ ist der spannende Auftakt zu einer neuen Jugendbuch-Reihe rund um die Themen Magie und Liebe.

Die Geschichte hat mich eigentlich von der ersten Seite an gefesselt. Sie wird aus der Perspektive von Ethan erzählt und hat somit einen männlichen Erzähler. Für mich als weibliche Leserin war dies zunächst gewöhnungsbedürftig, aber schon bald hatte man sich daran gewöhnt. Die Spannung hält sich konstant aufrecht, weil es hier einige Geheimnisse aufzudecken gilt und auch am Ende nicht alle gelüftet sind. Es bleibt also über den ersten Band hinaus spannend. Lediglich in der Mitte wird es ein wenig zäh, deshalb auch der kleine Abzug in der B-Note 😉

Die Protagonisten sind glaubwürdig und herzlich. Ethan ist einem sofort sympathisch und man kann sich direkt in ihn hineinversetzen. Auch als er Lena zum ersten Mal trifft, erlebt man seine Gefühle aus der ersten Reihe. Der Prozess den die beiden und insbesondere Lena durchmachen ist nachvollziehbar und authetisch. Ansonsten müssen sie sich mit den üblichen Teenager-Problemen herumschlagen: die erste Liebe, Neid und Missgunst, Ansehen und Aussehen oder die Auseinandersetzungen mit den Erziehungsberechtigten.

Aufgrund der Spannung und der gelungenen Umsetzung zum Thema Magie ist das Buch etwas für jedes Alter – egal ob jung oder alt. Ich persönlich würde am liebsten gleich in die Buchhandlung gehen und mir den zweiten Teil besorgen, da das furiose Ende doch sehr plötzlich kam und ich gerne wissen möchte wie es nun weiter geht.

Wer sich auf die Suche nach Antworten aus der Vergangenheit machen möchte und darüber hinaus eine zarte, junge Liebe erleben will, der ist hier genau richtig. Achtung: Leseempfehlung!

Bewertung: 4,5/5 Sterne

Rezension zu Nicole Döhlings „Silence – Das Lied der Wölfe“

Grunddaten:

Autor: Nicole Döhling

Titel: Silence – Das Lied der Wölfe

Taschenbuch: 315 Seiten

ISBN: 978-3-86254-185-0

Verlag: AAVAA

 

Klappentext:

In der Kleinstadt Silence scheint alles wie in jeder anderen Stadt North Carolinas. Aber der Eindruck täuscht. Die Erwachsenen verbergen etwas vor ihren Kindern. Das wird Lisa klar, als immer mehr Mitschüler auf ein Internat geschickt werden, von dem niemand mehr zurückkehrt. Lisa weiß nur, das hat etwas mit ihrer neuen Gabe zu tun. Die Uhr tickt, denn etwas Fremdes erwacht im Körper der High-Schoolschülerin und schon bald soll auch sie auf diese Schule geschickt werden. Einzig die beiden Neuen in der Stadt sind bereit, Lisa zu helfen. Kann Lisa Giovanni und Ermano vertrauen?

Meine Meinung:

Wow! Das war mal wieder ein ganz toller Fantasy-Roman mit Werwölfen und Vampiren. Der Fokus liegt hier auf den Werwölfen.

Ich möchte mit meinem einzigen kleinen Kritikpunkt beginnen, damit ich mich dann ganz meinem positiven Feedback widmen kann:
An einigen Stellen wurde ich zu sehr an die Geschichte rund um Bella und Edward erinnert, deshalb gibt es auch einen halben Stern Punktabzug 😉 Zur Verteidigung der Autorin muss ich hier aber noch anbringen, dass die Liebesgeschichte nicht ganz so schnulzig gehalten ist wie in den Twilightbüchern (nicht falsch verstehen, ich mag die Twilight-Geschichte)!

Nun aber zum positiven Feedback:

Zunächst zu den Charakteren. Die drei Protagonisten haben mir sehr gut gefallen und mich wirklich unterhalten. Lisa, die mit ihrer neuen Situation zurecht kommen muss und die beiden Brüder Ermano und Giovanni, die in einem Gefecht um sie entbrannt sind, haben eine sehr dynamische Dreiecksbeziehung. Mehr als einmal musste ich während ihrer Dialoge schmunzeln. Auch im weiteren Verlauf des Romans sind sie absolut glaubhaft und überzeugend.

Die Orte, an denen die Geschichte spielt, sind detailliert gestaltet und der Leser kann sogar das feuchte Laub im Wald riechen. Die Autorin macht es durch ihren Schreibstil leicht die Gedanken schweifen zu lassen und vollkommen in die Geschichte abzutauchen.

Die Spannung ist ab den ersten Seiten vorhanden, weil es einige Geheimnisse zu lüften gilt. An manchen Stellen kommt der Leser sogar eher dahinter als die Protagonistin aber das scheint an ihrem Charakter zu liegen 😉
Das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen, denn einen wirklichen Abschluss gibt es hier nicht. Mich persönlich würde eine Fortsetzung sehr freuen.

Das Buch ist für alle Fantasyliebhaber vollkommen geeignet, denn neben Vampiren und Werwölfen gibt es auch noch andere Gestalten zu entdecken.  Auch jugendlichen Lesern würde ich das Buch empfehlen.

Bewertung: 4,5/5 Sterne

Rezension zu Lisa Papademetrious „Sirenenfluch“

Grunddaten:

Autor: Lisa Papademetriou

Titel: Sirenenfluch

Paperback: 304 Seiten

ISBN: 978-3-7855-7048-7

Verlag: Loewe

Klappentext:

Ein neuer Sommer beginnt in Shelter Bay. Das Küstenstädtchen füllt sich mit Touristen und Leben, doch Will kann den Trubel nicht genießen. Noch immer belastet ihn der schreckliche Tod seines Bruders Tim, der vor einem Jahr im Meer ertrunken ist.
Eines Tages jedoch taucht ein wunderschönes Mädchen namens Asia Marin in der Stadt auf, das Will auf der Stelle verzaubert. Wills beste Freundin Zoe traut der Fremden nicht. Doch Will ist fasziniert von Asia und möchte mehr über sie erfahren.
Dabei stößt er auf den uralten Mythos von den Sirenen, die Seemänner in den Tod locken. Als wieder jemand ertrinkt, wächst ein schrecklicher Verdacht in Will. Und dennoch fühlt er sich von Asia magisch angezogen …

Meine Meinung:

„Sirenenfluch“ ist der erste Band einer neuen (Jugend)Fantasyreihe. In der Geschichte geht es um eine abgewandelte Form von Meerjungfrauen, die nach einer Legende rund um Odysseus existieren.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und direkt, sodass sich der Roman gut für Zwischendurch eignet und man keine Schwierigkeiten haben dürfte die Geschichte zu verstehen.

Das Buch besteht zum größeren Teil aus Dialogen zwischen den Protagonisten und ist für mich somit ein typisches Jugendbuch. Die dominierenden Themen mit denen sich ein Teenager herumschlagen muss, unterstreichen meine Meinung: Liebe, Freundschaft und das Ansehen stehen hier im Vordergrund. Aber auch der Verlust von Wills Bruder.

Die Sirenen bzw. die Meerjungfrauen gefallen mir gut als Fantasywesen. Mal wieder etwas anderes nach dem ganzen Vampir-Werwolf -Hype. Ebenso gefällt mir die Art und Weise wie die Autorin die Wesen darstellt (hier möchte ich nicht zu viel verraten).

Die Charaktere sind alle prägnant und wirken auch leicht mysteriös, da jeder ein kleines Geheimnis mit sich herum trägt, welches es zu lösen gilt. Die Er-Perspektive schafft noch eine zusätzliche Distanz, die aber in diesem Fall nicht schädlich ist.

Der einzige Kritikpunkt: Das erste Drittel des Buches zieht sich ein wenig in die Länge bzw. die Spannung will nicht so recht aufkommen. Der Aspekt Fantasy wird eigentlich recht spät eingebracht.
Nachdem die Geschichte dann aber ins Rollen gekommen ist, sind die Dynamik und Spannung positiv zu verbuchen. Ebenso ist die Auflösung gelungen auch wenn es typisches „Weiter-gehts-im-nächsten-Band-Ende“ ist, da doch noch einige Fragen für mich offen bleiben.

Fazit: Eine leichte Fantasylektüre für Zwischendurch um sich mal vom Alltag abzulenken.

Bewertung: 4/5 Punkten

Rezension zu Bernd Perplies „Magierdämmerung – Gegen die Zeit Bd. 2“

Grunddaten:

Autor: Bernd Perplies

Titel: Magierdämmerung – Gegen die Zeit Bd. 2

Paperback: 432 Seiten

ISBN: 978-3802582653

Verlag: Egmont LYX

Zum Inhalt:

London 1897: Die Zeiten des Umbruchs sind gekommen. Die Magierfraktion des Silbernen Kreises hatte versucht die Übernahme  zu verhindern, doch der neue erste Lordmagier Wellington hat mit seinen Anhängern des Neuen Morgens die Macht ergriffen.

Jonathan und seine treuen Freunde werden nun gefangen gehalten. Doch diesen läuft die Zeit davon denn die Wahre Quelle der Magie muss unter allen Umständen geschlossen werden. Die ersten Veränderungen auf der Welt sind schon zu beobachten und die Menschheit scheint dem Untergang geweiht…

Meine Meinung:

„Gegen die Zeit“ ist der zweite Teil der neuen Trilogie von Bernd Perplies. Dieser geht nahtlos in den ersten Teil über. Daher ist es ratsam alle drei Teile hintereinander zu lesen.

Der Autor schafft es auch dieses mal wieder, dem Leser die Bilder von London und Umgebung direkt in die Vorstellungskraft zu malen. Seine Worte sind die Farbe und die Fantasie des Lesers ist die Leinwand dieses großartigen Romans.

Die Charaktere entwickeln sich weiter – und das nicht zu ihrem Nachteil. Holmes ist nach wie vor mein Lieblingscharakter und auch der gute Jonathan durchlebt eine für ihn positive Entwicklung. Er steigt vom schüchternen Jungen  zu einem sein Schicksal anerkennenden Mann auf.

Die Spannung wird hier auf einem hohen Niveau gehalten, da sich die Ereignisse immer weiter zuspitzen und neue Probleme auftauchen. Der einzige kleine Kritikpunkt meinerseits ist, dass sich die erste Hälfte ein kleines bisschen zieht. Für manche Handlungen benötigen die Protagonisten einfach zu viel Zeit. Die zweite Hälfte macht dies aber auf jeden Fall wieder wett, da sich die Ereignisse hier überschlagen.

Die Trilogie geht also spannend und rasant weiter und ich bin wirklich froh, dass ich den dritten Teil schon neben mir liegen habe, denn der zweite bricht ebenfalls wieder ab einer sehr spannenden Stelle ab 😉

Bewertung: 5/5 Sterne

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