Rezension zu Guillermo Del Toros/Chuck Hogans „Die Saat“

Grunddaten:

Autor: Del Toro / Hogan

Titel: Die Saat

Taschenbuch: 528 Seiten

ISBN: 978-3-453-26639-1

Verlag: Heyne

 

Klappentext:
Für Ephraim Goodweather, den Chef des New Yorker Seuchenpräventionsteams, ist es keine Nacht wie jede andere. Für die gesamte Menschheit ist es keine Nacht wie jede andere. In dieser Nacht kommt auf dem John-F.-Kennedy-Flughafen eine gerade gelandete Maschine unvermittelt zum Stehen, der Pilot bricht den Funkverkehr ab, alle Lichter erlöschen. Goodweather trommelt seine Leute zusammen, und gemeinsam betreten sie das Flugzeug. Es bietet sich ihnen ein gespenstisches Bild: Die Passagiere sitzen aufrecht in ihren Sesseln und rühren sich nicht. Als Goodweather näher herangeht, bemerkt er bei allen einen kleinen Schnitt am Hals. Und er macht eine weitere unglaubliche Entdeckung: Die Passagiere leben – aber sie sind keine Menschen mehr … Nein, es ist keine Nacht wie jede andere: In dieser Nacht beginnt der epische Kampf gegen das Böse, das gekommen ist, um New York zu erobern. Und nicht nur diese Stadt, sondern die ganze Welt.

Meine Meinung:

„Die Saat“ ist der erste Band einer neuen Mystery-Horror-Reihe ganz im Stil von Stephen King. „Das Blut“ – der zweite Band – ist bereits erschienen und auch „Die Nacht“ ist schon in Planung.

Schon eine ganze Weile habe ich mal wieder einen richtig guten Horror-Roman gesucht und bin hier nun endlich fündig geworden. Von der ersten Seite an war ich sofort gefesselt. Die Spannung ist an manchen Stellen kaum auszuhalten, weil das Autorenduo den Leser wirklich lange auf die Folter spannt, um was für Wesen es sich letztendlich handelt. Und auch die Auflösung des Geheimnisses ist nicht im 0815 Stil sondern lässt diese Gestalten in einer völlig neuen Weise zum Leben erwachen.

Das Buch ist in mehrere größere Abschnitte unterteilt und die Unterkapitel sind dann jeweils mit den Handlungsorten überschrieben. Diese Art und Weise durch die Geschichte zu führen, finde ich absolut gelungen, da der Leser dann immer sofort weiß wo er sich befindet bzw. um welchen Charakter es sich handelt.
Die Geschichte spielt sich in nur 5 Tage ab. Dadurch entsteht der Eindruck dirket vor Ort zu sein und das Geschehen in Echtzeit zu erleben. Die Autoren schaffen es ein Kopfkino der gehobenen Sorte in Gang zu setzen.

Die Protagonisten sind schon nach den ersten Auftritten lebendiger als in vielen anderen Roman und auch die Nebencharakter, die manchmal nur auf 2 Seiten auftauchen, nehmen im Kopf des Lesers sofort Gestalt an. Deswegen vergebe ich auf jeden Fall einen großen Pluspunkt an die Charaktergestaltung.

Meiner Meinung nach ein absolutes MUSS für alle Stephen King Fans, die sich mal wieder das Adrenalin durch die Adern jagen lassen wollen. Neben den Charakteren ein super ausgestalteter Roman, der in sich schlüssig ist und mich vollkommen überzeugen konnte.

Die Folgebände werde ich auf jeden Fall lesen, da das Buch ein recht offenes Ende hat und so zum Weiterlesen animiert 😉

Bewertung: 5/5 Sterne.

 

Rezension zu V. K. Ludewigs „Ashby House“

Grunddaten:

Autor: V. K. Ludewig

Titel: Ashby House

Taschenbuch: 320 Seiten

ISBN: 978-3-423-21351-6

Verlag: dtv

Klappentext:

An einem frostigen Januartag erwartet Ashby House friedlich seine neue Besitzerin, die weltberühmte Fotografin Lucille Shalott. Lucille reist in Begleitung ihrer Schwester Laura an, mit der sie in abgrundtiefem Hass verbunden ist. Kaum angekommen, ist Lucille plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Laura, von Lucilles Verschwinden unangenehm berührt, macht sich mit Butler Steerpike auf die Suche nach ihr. Als sie in den verbotenen zweiten Stock mit dem legendären Turmzimmer vordringen, erwacht Ashby House schlagartig zu eigenem Leben und geht zum Gegenangriff über …

Meine Meinung:

„Ashby House“ ist sowohl ein Mystery-Grusel-Roman als auch eine Familiengeschiche mit vielen Geheimnissen. So kommen hier ziemlich viele Leser auf ihre Kosten! 🙂

Nach einem kurzen Prolog, der einen wunderbaren Einstieg in die Geschichte darstellt, ist man auch schon mitten im Geschehen. Der Autor verzichtet auf lange Erklärungen und Darstellung der Charaktere. Für mich ist dies ein positiver Punkt, weil sich sofort eine gewisse Spannung aufbaut, die durchgängig vorhanden ist. Lediglich in der Mitte gibt es nach meiner Auffassung ein paar Dialoge zu viel und zu wenig Handlung, was sich dann auf den letzten 100 Seiten wieder gibt.

Die Charaktere der beiden Schwestern dominieren das Geschehen, da sie sehr stark und speziell sind. Man kann Lucilles Verbissenheit nachvollziehen und auch Lauras Motive werden nach wenigen Seiten klar.
Aber nicht nur die Protagonistinnen, sondern auch die Nebencharaktere halten einige Überraschungen bereit. Jeder Charakter für sich ist vielschichtig und hat mindestens ein Geheimnis, welches es im Laufe der Geschichte zu lüften gilt.

Leider habe ich aber auch einen negativen Punkt zu benennen. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, habe ich eine sehr gruselige Geschichte mit vielen übernatürlichen Vorfällen erwartet. Leider treten diese Vorfälle für meinen Geschmack ein bisschen zu spät in Erscheinung und darüber hinaus auch zu selten. Es gibt einige gruselige Stellen, die eine leichte Gänsehaut verursachen, aber die Stellen, wo man sich am liebsten die Bettdecke über den Kopf ziehen möchte, bleiben aus.

Das Ende war dann sehr abstrakt und ich weiß noch nicht genau, ob ich es gut oder schlecht finden soll. Leider kann ich dazu nichts sagen ohne zu spoilern, deswegen muss das wohl jeder Leser für sich heraus finden. Im Moment tendiere ich aber zu „es ist ok“.

Die Spannungskurve, die Charaktere und die Geheimnisse rund um Ashby House haben mich aber insgesamt überzeugen können, daher kann ich das Buch jedem empfehlen, der über einen gewissen Grad an Fantasie verfügt und eine spannende Geschichte lesen möchte die in England spielt.

Bewertung: 4/5

Rezension zu Corrine Jacksons „Touched – Der Preis der Unsterblichkeit“

Grunddaten:

Autor: Corinne Jackson

Titel: Touched Bd. 1

Hardcover: 416 Seiten

ISBN: 978-3-522-20157-5

Verlag: Thienemann

 

Klappentext:

Wie ein feuriger Blitzschlag …

… fühlt es sich an, als Asher in Remys Leben tritt. Doch sich ihm zu nähern, bedeutet tödliche Gefahr. Funken sprühen, wenn sie sich berühren, und diese machtvolle Energie ist kaum zu bändigen. Aber Remy will nichts mehr riskieren, zu lange hat sie gelitten unter ihrem gewalttätigen Stiefvater und der Feigheit ihrer Mutter, deren Schmerzen sie immer wieder auf sich nahm. Denn Remy verfügt über eine einzigartige Fähigkeit: Sie kann Menschen durch Berührung heilen. Im friedvollen Maine, wo ihr leiblicher Vater mit seiner neuen Familie lebt, will sie endlich ein normales Leben führen. Doch kann sie ihrem Schicksal entrinnen? Kann sie Asher entkommen?

Meine Meinung:

„Touched – Der Preis der Unsterblichkeit“ ist der Auftakt zu einer neuen magisch-mystischen Trilogie.

WOW! Mehr kann ich dazu erstmal nicht sagen. Dieses Buch hat endlich die Begeisterung wiedergebracht, die ich seit der „Biss-Reihe“ verloren hatte. Ich bin total Remy-Asher-infiziert und kann es kaum erwarten, dass im Oktober der zweite Band der Reihe rauskommt.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt und nicht mehr los gelassen. Die Spannung ist durchgängig vorhanden, weil immer wieder Dinge geschehen, die man so nicht voraus gesehen hätte. Im letzten Viertel zieht es sogar noch Mal an und endet dann an einer wirklich spannenden Stelle.

Die beiden Protagonisten sind überaus gelungen. Remy ist ein sehr starker Charakter, weil sie sich immer wieder behauptet hat in der Vergangenheit. Sie weiß was sie will und kämpft dafür. Asher ist selbstsicher und von seinen Fähigkeiten überzeugt. Die Dialoge der Beiden sind für mich das Highlight des Buches. An manchen Stellen hat man das Gefühl, dass Feuer auf Eis trifft und an anderen Stellen sprühen die Funken. Der Mix aus knisternd und romantisch ist mehr als gelungen.
Auch die Nebencharaktere sind realitisch und deren Motivation nachvollziehbar. Die Autorin versteht es Symphatien und Antiphatien entstehen zu lassen – und das ganz gewollt.

Wir erleben die Geschichte aus der Perspektive von Remy. So weiß der Leser was sie empfindet und warum sie innerlich so zerrissen ist.Für mich genau die richtige Perspektive als Frau. 🙂

Die Hintergrundgeschichte der Story hat mich dann vollends überzeugt. Der Konflikt zwischen den Beschützern und den Heilerinnen ist nachvollziehbar und fesselt einen. Schön, dass Autoren sich auch mal neue Thematiken ausdenken! 😉
An manchen Stellen wird es romantisch aber nicht zu sehr schnulzig. Aber trotzdem sollte man sich auf eine Liebesgschichte mit Fantasyelementen einstellen.

Bewertung: 5/5 Sterne

Rezension zu J. J. Bidells „Im Schatten des Mondlichts – Das Erwachen“

Grunddaten:

Autor: J. J. Bidell

Titel: Im Schatten des Mondlichts – Das Erwachen

eBook: 267 Seiten

ASIN: B004XR5268

Verlag: Elke Becker

 

Inhalt laut Verlag:

Naomi Roberts hat endlich ein Stipendium für ein Auslandssemester in Maine erhalten. Als Naomis Großmutter plötzlich behauptet, Naomi würde sich bald in einen Panther verwandeln, wie ihre Urgroßmutter Romina, glaubt Naomi an einen letzten und verzweifelten Versuch, sie von der Abreise in die USA abzuhalten.
In Maine angekommen, genießt Naomi ihr Studentenleben mit neuen Freunden und ihrer ersten Liebe Roman. Selbst, als sie sich von einer mysteriösen Lichtung im Wald magisch angezogen fühlt, sich beobachtet vorkommt und zu Schlafwandeln beginnt, erinnert sie sich nicht an die Prophezeiung der Großmutter. Bis sie sich zum ersten Mal verwandelt. Und – Naomi ist nicht allein, was nicht nur sie selbst in Lebensgefahr bringt, sondern auch Roman.

Meine Meinung:

„Das Erwachen“ ist der großartige Auftakt zu einer neuen Fantasy-Trilogie rund um die Protagonistin Naomi Roberts.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Charaktergestaltung. Naomi ist eine authetische, lesernahe und liebenswürdige Person.  Aber auch die Nebencharaktere sind detailliert gestaltet. Sie haben eine Vergangenheit und sind deshalb besonders glaubhaft.

Das Thema „Katzenmenschen“ ist mal etwas Neues neben den ganzen Werwolf- und Vampirgeschichten aus der jüngsten Vergangenheit. Dabei erleben wir hier eine gut ausgestaltete Fantasywelt, die in sich stimmig ist. Dadurch, dass die Protagonistin selber in diese für sie neue Welt eintaucht, bekommt auch der Leser die neue Situation von Anfang an erklärt und kann sich deshalb gut zurecht finden.

Der einzige kleine Kritikpunkt meinerseits ist der Schreibstil zu Beginn der Geschichte. Der Prolog wirkt ein wenig abgehackt (also die Sätze). Dies legt sich aber innerhalb weniger Seiten und deshalb gibt es nur einen halben Stern Abzug 😉
Ansonsten ist der Schreibstil locker und die Geschichte lässt sich flüssig lesen.  Die Dialoge sind gefühlvoll und teilweise auch lustig (Naomi lässt sich nur wenig sagen und ist eine selbstbewusste junge Frau ;)). Die Autorin beschreibt die Umgebung und Situationen bildhaft aber nicht zu ausführlich und lässt dem Leser somit Platz für eigene Fantasien.

Die Spannung ist nach der Einführung der Charaktere sofort vorhanden und hält sich auch durchgängig aufrecht. Was gemein ist: Der erste Band endet an einer sehr spannenden Stelle und der Leser wird mit vielen Fragen zurück gelassen. Zum Glück ist der zweite Band „Die Fährte“ schon erschienen und auch auf den dritten Band können wir uns noch dieses Jahr freuen.

Bewertung: 4,5 / 5 Sterne

Mein Tipp für euch:

DAS ERWACHEN erschien an Ostern 2011 als ebook. Zum Jubiläum prangt an Ostern 2012 der Vollmond am Himmel, daher gibt es das ebook bis Ostern zum Jubiläums-Sonderpreis von 2.99€ – anschließend wieder zu 4.99€.

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Auch andere Formate sind hier erhältlich.

Rezension zu Fran Rays „Das Syndikat“

Grunddaten:

Autor: Fran Ray

Titel: Das Syndikat

Laufzeit: 382  Minuten (6 CD´s)

ISBN: 978-3-7857-4616-5

Verlag: Lübbe Audio

Inhalt laut Verlag:

San Diego: Ein friedfertiger Familienhund wird urplötzlich zur reißenden Bestie.

Brüssel: In einem Restaurant detoniert eine Bombe. Unter den Toten ist ein Journalist, der zuletzt Zeuge eines Mordes wurde, der als Selbstmord ausgegeben werden soll.

Afghanistan: Eine Söldnergruppe hat ein schreckliches Massaker verübt. Innerhalb nur eines Jahres sind alle Soldaten tot.
Zufall?

Doch was, wenn es den Zufall nicht mehr gibt?

Meine Meinung:

Thema: Das zentrale Thema des Geschehens ist eine Verschwörung, deren Ausmaße die ganze Gesellschaft verändern soll. Es geht um Forschungen und Versuche an Menschen und Tieren. Die Organisation, die hinter allem steckt, ist mächtig und hat selbst wichtige Persönlichkeiten im Griff, über die man als Hörer sehr verwundert ist.
Die Geschichte ist absolut spannend erzählt. Ich hätte das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch gehört, weil man sich einfach nicht losreißen kann.
Die Ereignisse überschlagen sich und anstatt offene Fragen zu beantworten, stellen sich dem Hörer immer neue, die auch am Ende teilweise offen bleiben.

Charaktere: Die Geschichte wird zwar in der Er-Perspektive erzählt, aber man hat dennoch das Gefühl, dass man das Geschehen aus der Sicht von Karen Burnette erlebt. Sie ist eine Journalistin, die ihre Familie verloren hat und sich auch sonst durchs Leben schlagen muss. Einige traumatische Ereignisse aus ihrer Vergangenheit lassen sie nicht los und so begibt sie sich auf die Suche nach Antworten.
Für mich eine gelungene Protagonistin, einfach weil sie nicht Perfekt ist und auch menschliche Fehler macht.

An mancher Stelle war ich von den Nebencharakteren etwas verwirrt. Einige Stellen musste ich sogar mehrmals hören, weil die Flut an Informationen und neu auftretenden Charakteren groß war.
Generell ergab die Vielzahl der Nebenrollen aber einen Sinn und wenn man erstmal den Durchblick hatte, haben sich einem immer wieder neue Abgründe aufgetan…

Gefühl: Im Nachhinein hat mich das Hörbuch sogar nachdenklich gestimmt. Das Szenario ist zwar frei erfunden, aber alles könnte ja irgendwie und irgendwann eventuell mal in die Realität umgesetzt werden. Es ist beängstigend wie die oberen Chefs einer Firma, so viel Macht über die Bevölkerung ausüben könnten. Leider kann ich hier nicht ins Detail gehen, da ich sonst spannende Inhalte der Geschichte verraten würde.

Stimme: Ein großes Kompliment an Milena Karas! Sie hat hier einen hervorragenden Job gemacht!
Die Sprecherin hat es mit ihrer Stimme geschafft, die verschiedenen Charaktere zum Leben zu erwecken und die Spannung zu einem unerträglichem Maß zu steigern. Genau das, was ich von einer guten Sprecherin erwarte!

Abschließend kann ich das Hörbuch allen Verschwörungtheoretikern und Spannungsliebhabern empfehlen. Der Inhalt, der mich neugierig gemacht hat, hat nicht zu viel versprochen.
Ein absolut unterhaltsames Hörbuch mit einer fabelhaften Sprecherin.

Bewertung: 5/5 Sterne

Rezension zu Ernest Clines „Ready Player One“

Grunddaten:

Autor: Ernest Cline

Titel: Ready Player One

Hardcover: 512 Seiten

ISBN: 978-3-7645-3090-7

Verlag: Penhaligon

Klappentext:

Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem ungewissen Ende spielt!

Meine Meinung:

„Ready Player One“ ist der Debütroman des  Autors Ernest Cline. Nachdem man in die Welt der OASIS eingetaucht ist, lässt sie einen nicht mehr los – bis das Abenteuer vorbei ist!

Die Cyber-Welt, die hier erschaffen wird, ist etwas ganz besonderes. Der Leser merkt gar nicht, wie sie einen gefangen nimmt. Die letzten 300 Seiten habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Der Schreibstil ist flüssig und auch die vielen Fachbegriffe stören nicht im geringsten. Man denkt wirklich in der Zukunft gelandet zu sein.

Gerade der krasse Unterschied zwischen der düsteren, realen Welt und der strahlenden Welt der OASIS sind sehr beeindruckend. Man kann absolut nachvollziehen, warum Wade  hier hin flüchtet. Mich hat sie total beeindruckt und an mancher Stelle war ich sogar traurig, dass ich sie nicht auf eigene Faust erkunden durfte…

Auch die Charaktere sind absolut überzeugend und halten so manche Überraschung parat. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Protagonisten Wade erzählt und macht sie somit für jeden zugänglich. Bei mir hat es ein paar Seiten lang gedauert bis ich mich in der zukünftigen Welt zurechtgefunden habe, aber danach hat der Roman einfach nur Spaß gemacht.

Die Suche nach den verborgenen Schlüsseln hat ebsenso wie die damit verbundenen Rätsel  dazu beigetragen die Spannung kontinuierlich aufrecht zu erhalten. Das Buch zur Seite zu legen, war praktisch nicht möglich, da so die Dynamik unterbrochen worden wäre.

Letztendlich war der Schluss stimmig und überzeugend. Gerne hätte ich noch weiter gelesen, weil für mich noch einige Fragen offen geblieben sind wie es mit den Protagonisten weitergeht. Aber vielleicht ist dies ja vom Autor beabsichtigt um noch einen weiteren Teil zu schreiben?! 😉

Alles in Allem ein Buch, das mich absolut überzeugt hat und zu meinem Lesehighlight des Jahres 2012 gekürt wurde. Wir werden in eine zukünftige Welt geschickt, in der es noch Moral und Freundschaft gibt und Geld eben doch nicht alles ist.

Bewertung: 5/5 Sterne!

Rezension zu Ernest Clines „Ready Player One“

Grunddaten:

Autor: Ernest Cline

Titel: Ready Player One

Hardcover: 512 Seiten

ISBN: 978-3-7645-3090-7

Verlag: Penhaligon

Klappentext:

Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem ungewissen Ende spielt!

Meine Meinung:

„Ready Player One“ ist der Debütroman des  Autors Ernest Cline. Nachdem man in die Welt der OASIS eingetaucht ist, lässt sie einen nicht mehr los – bis das Abenteuer vorbei ist!

Die Cyber-Welt, die hier erschaffen wird, ist etwas ganz besonderes. Der Leser merkt gar nicht, wie sie einen gefangen nimmt. Die letzten 300 Seiten habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Der Schreibstil ist flüssig und auch die vielen Fachbegriffe stören nicht im geringsten. Man denkt wirklich in der Zukunft gelandet zu sein.

Gerade der krasse Unterschied zwischen der düsteren, realen Welt und der strahlenden Welt der OASIS sind sehr beeindruckend. Man kann absolut nachvollziehen, warum Wade  hier hin flüchtet. Mich hat sie total beeindruckt und an mancher Stelle war ich sogar traurig, dass ich sie nicht auf eigene Faust erkunden durfte…

Auch die Charaktere sind absolut überzeugend und halten so manche Überraschung parat. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Protagonisten Wade erzählt und macht sie somit für jeden zugänglich. Bei mir hat es ein paar Seiten lang gedauert bis ich mich in der zukünftigen Welt zurechtgefunden habe, aber danach hat der Roman einfach nur Spaß gemacht.

Die Suche nach den verborgenen Schlüsseln hat ebsenso wie die damit verbundenen Rätsel  dazu beigetragen die Spannung kontinuierlich aufrecht zu erhalten. Das Buch zur Seite zu legen, war praktisch nicht möglich, da so die Dynamik unterbrochen worden wäre.

Letztendlich war der Schluss stimmig und überzeugend. Gerne hätte ich noch weiter gelesen, weil für mich noch einige Fragen offen geblieben sind wie es mit den Protagonisten weitergeht. Aber vielleicht ist dies ja vom Autor beabsichtigt um noch einen weiteren Teil zu schreiben?! 😉

Alles in Allem ein Buch, das mich absolut überzeugt hat und zu meinem Lesehighlight des Jahres 2012 gekürt wurde. Wir werden in eine zukünftige Welt geschickt, in der es noch Moral und Freundschaft gibt und Geld eben doch nicht alles ist.

Bewertung: 5/5 Sterne!

Rezension zu Erin Hunters „Seekers – Die Suche beginnt“

Grunddaten:

Autor: Erin Hunter

Titel: Seekers – Die Suche beginnt (Bd. 1)

Hardcover: 352 Seiten

ISBN: 978-3-407-81104-2

Verlag: Beltz & Gelberg

Klappentext:

»Ich werde tun, was du gesagt hast, und zu dem Ort des endlosen Eises gehen. Und vielleicht, wenn das wirklich der Ort ist, an dem die Seelen tanzen, werde ich auch dich dort finden.«

Hoch im Norden Amerikas machen sich drei junge Bären, jeder auf sich gestellt, auf eine außergewöhnliche Reise. Lusa, die kleine Schwarzbärin aus dem Zoo, kann dem Ruf der Wildnis nicht länger widerstehen. Doch so hart hat sie sich das Leben draußen nicht vorgestellt. Kallik, die junge Eisbärin, die unter dramatischen Umständen ihre Mutter verloren hat, sucht verzweifelt ihren Bruder. Nur Toklo, der Braunbär, ist stark und unabhängig. Warum lässt er sich ausgerechnet auf die Freundschaft mit Ujurak ein? Dieser Vielgestaltige, der mehr ist als nur ein Bär, gibt ihm immer neue Rätsel auf …

Meine Meinung:

Welch wundervolles Buch! Nachdem ich von der „Warrior Cats“-Reihe der Autrinnen schon total begeistert war, knüpfen sie hier an ihren Erfolg an.

Der Schreibstil ist gewohnt locker und das Buch lässt sich flüssig lesen. Das Besondere: Die Autorinnen schaffen es jedes Mal wieder zwar die Landschaften und Umgebungen detailliert zu beschreiben aber doch noch genug Raum zum Fantasieren zu lassen. So habe ich mit Kallik auf der Eisscholle gefroren, das Gehege von Lusa im Zoo erforscht oder den Wald rund um Toklo gerochen.

Die Geschichte ist aus den Perspektiven der drei Bären erzählt. Die Handlungsstränge wechseln sich ab, sodass keine Langeweile aufkommt. Die Spannung ist von Anfang an vorhanden und flacht auch bis zum Ende nicht ab. Im Gegenteil, der erste Band ist wie eine Einleitung in die Geschichte zu betrachten, denn auf der letzten Seite beginnt das Abenteuer erst richtig.

Die drei Bären könnten unterschiedlicher nicht sein: Kallik unterschätzt ihre Fähigkeiten und ist eher ängstlich, während Toklo ein starker Bär sein möchte und keiner Gefahr aus dem Weg geht. Die kleine Lusa ist ein bisschen von beidem und geht trotzdem eigentwillig ihren Weg.

Doch eins haben alle drei gemein: Sie sind jung und müssen dennoch alleine zurecht kommen, denn die zentralen Themen des Buches sind das Großwerden und der Tod. Der Leser muss hier eine Menge trauriger Abschiede hinnehmen und lernt durch die Bären damit umzugehen, schließlich ist es der Lauf des Lebens. Generell würde ich die drei als sehr stark und mutig bezeichnen.

Ebenso faszinierend finde ich die Recherchearbeit, die hinter diesem Roman stecken muss. Man taucht vollkommen in die Welt der Bären ab und erlebt diese hautnah. Manchmal kann man durchaus vergessen, dass man selber ein Mensch ist 😉
Das Buch wird als Jugendbuch bezeichnet, dennoch würde ich es erst ab einem gewissen Alter empfehlen, denn wie es in der Natur von Bären liegt, wird hier an manchen Stellen auch die blutige Jadt nach Beutetieren beschrieben.

Wer nach Schmusebären sucht, ist hier an der falschen Adresse. Was hier beschrieben wird ist die harte und nackte Realität. Dieses wundervolle Buch kann ich nicht nur allen Bärenliebhabern empfehlen, sondern auch allen, die mutige Bären auf ihrem (teilweise traurigen) Weg zum Erwachsensein begleiten möchten.

Bewertung: 5/5 Sterne

Rezension zu Jon Skovrons „Misfit – Jael und das Amulett der Dämonen“

Grunddaten:

Autor: Jon Skovron

Titel: Misfit – Jael und das Amulett der Dämonen

Taschenbuch: 384 Seiten

ISBN: 978-3-86873-441-6

Verlag: Knesebeck

 

Klappentext:

Jael fühlt sich einsam und als Außenseiterin. Ohne Mutter aufgewachsen, musste sie ständig mit ihrem Vater, einem strengen und wortkargen Ex-Priester, umziehen. An ihrem 16. Geburtstag erhält sie von ihm ein altes Schmuckstück. Dieses Amulett enthüllt ihr die unfassbare Familiengeschichte – denn Jael ist die Tochter einer Dämonin – und verleiht ihr dämonische Kräfte.

Wird sie lernen, diese zu beherrschen, um es mit den furchtbaren Kräften der Hölle aufnehmen zu können? Wem kann sie sich anvertrauen und wer kann ihr bei ihrem Kampf helfen? Und als wäre das nicht schon genug, ist da auch noch ihr Mitschüler Rob, der für alles eine scheinbar natürliche Erklärung hat … Die fantastische Geschichte einer ungewöhnlichen Heldin, die zwischen Wissenschaft und Magie, den dunklen Mächten der Unterwelt und dem Erwachsenwerden eines Teenagers steht.

Meine Meinung:

Zunächst möchte ich auf die Gestaltung des Buches eingehen, da diese wirklich sehr gelungen ist 🙂 Das Cover regt zum Nachdenken an und spiegelt alle wichtigen Elemente des Inhalts wieder. Die Seiten am Rand grau gestaltet und wirken so wie aus einer vergangenen Epoche.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und locker. Das Buch lässt sich zügig lesen und ist genau die richtige Lektüre für zwischendurch.

Leider konnte mich die Geschichte von Jael nicht richtig überzeugen. Am Anfang braucht die Story einige Zeit bis sie in Fahrt kommt und dann passieren die Dinge Schlag auf Schlag. Die letzten 100 Seiten waren dann richitg spannend, aber für ein gutes Buch einfach zu spät.

In Jael und ihren Vater konnte man sich als Leser zwar hinein versetzen, aber die Nebencharaktere waren mir zu blass gestaltet. Über die beste Freundin von Jael hat man fast nichts erfahren. Ihre Vergangenheit ein großes, schwarzes Loch und ihre sonstigen Interessen konzentrieren sich ledlich auf das männliche Geschlecht.

Vom Thema her konnte mich die Geschichte allerdings überzeugen. Die Welt der Dämonen ist genau beschrieben und auch die Dämonen selbst kann man sich bildlich vorstellen.
Wo Dämonen sind, da ist auch die Religion, die sie bekämpfen will. Das Religions-Thema war mir persönlich viel zu dominant. Priester hier, Gebete da. Teilweise seitenlang.

Auch wenn sich meine Kritik nun eher negativ anhört, ist das Buch aber doch im guten Durchschnitt anzusiedeln. Eine leichte Lektüre für alle Leser, die eine starke Protagonistin erleben möchten und darüber hinaus auch in die Welt der Dämonen eintauchen wollen.

Bewertung: 3/5

 

 

Buchempfehlung „Zirkel“ von Sara Elfgren & Mats Strandberg

Grunddaten:

Autor: Elfgren / Strandberg

Titel: Zirkel Band 1

Taschenbuch: 608 Seiten

ISBN: 3791528548

Verlag: Dressler

 

Zur Inhaltsangabe und Rezension geht es hier lang 😉

*klick*

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